Vielseitigkeitsprüfung Gebrauchshund - Fährtenarbeit

VPG-Details

Die Fährtenarbeit ist der wohl fleißintensivste Teil der Vielseitigkeits­ausbildung. Sie verlangt dem Hundeführer sehr viel Selbstdisziplin ab, denn die Masse des Trainings findet in Eigenregie der Hundebesitzer statt - selbstverständlich nach vorheriger Anleitung durch sachkundige Ausbilder in unserem Verein.

Während sich "Nicht-Hundler" wohlig im Bett noch einmal umdrehen, beginnt jede VPG-Prüfung bereits früh morgens mit der Fährtenarbeit und es entwickelt sich schon einiges an Aktivitäten auf dem Prüfungs­gelände. Den Eifer und die Moti­vation auch noch sehr junger Hunde beim Fährtentraining zu beobachten, macht besonders viel Spaß.

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Gerade die Fährtenarbeit ist der ideale Einstieg für Junghunde in die Vielseitig­keits­ausbildung, denn eine Spur mit der Nase zu verfolgen ist unseren vierbeinigen Freunden angeboren.

Unter Anleitung lernt er unglaublich schnell, was auf das Kommando "Such" von ihm erwartet wird: die von seinem Hundeführer gelegte Fährte soweit zu verfolgen, bis er am Ende die verdiente Belohnung erhält oder findet. Nutzt man z.B. den Ernährungstrieb, so gelingt es leicht, die Verkettung "Fährte suchen = Futter finden" im Hundehirn zu konditionieren.

Für uns als Menschen mit vergleichsweise schwachem Geruchssinn ist es jedes­mal wieder wie ein kleines Wunder zu sehen, wie sicher ein Hund einer Fährte folgen kann, die aus einer Vielzahl von für uns nicht wahr­nehm­baren Gerüchen besteht. Zertretene Gräser, Kleinstlebewesen und verletzter Ackerboden strömen Gerüche aus, die Hunde mit ihrem sensiblen Geruchssinn aufnehmen und von andersartigen Düften der Umgebung problemlos unterscheiden können.

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Besonders in der Fährte ist der Hundeführer voll und ganz auf die Fähig­keiten seines Hundes angewiesen, denn wir können unserem Vierbeiner zwar einiges antrainieren, doch nicht das Riechen als solches - das beherrscht er von sich aus schon perfekt und wir haben kaum eine Vorstellung von dem, was unsere Hunde während der Sucharbeit alles wahrnehmen und sicher differenzieren können.

Es liegt aber sehr wohl bei uns Hundeführern, dem Hund so viel Freude an der Fährtenarbeit zu vermitteln, dass er sich umso bereitwilliger einsetzt, die gelegte Fährte sicher und freudig auszuarbeiten.

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